Kunst und Lebensmut: Marianne Flück-Derendinger im Hirschen- Talk
Am 22. Oktober lud der Schweizerische Gemeinnützige Frauenverein (SGF) Solothurn zu seinem jährlichen «Hirschen-Talk» ein. Die Solothurner Künstlerin Marianne Flück-Derendinger gewährte im Gespräch mit Moderatorin Anita Panzer berührende und inspirierende Einblicke in ihr Schaffen – geprägt von Lebensfreude, Neuanfängen und unerschütterlichem Optimismus.
Wie begegnet man den Wendepunkten des Lebens, und was bleibt im Wandel der Zeit? Marianne Flück-Derendinger, die heute in Wangen an der Aare lebt, blickt auf ein reiches künstlerisches Werk zurück. Besonders im Gedächtnis verankert ist ihre Skulptur «Berta staunt» – von allen liebevoll die «Blaue Berta» genannt. Mit viel Humor und lebendigen Anekdoten erzählte die Künstlerin von den vielen Geschichten rund um die Figur, die lange das Solothurner Stadtbild prägte. Dabei wurde deutlich: Die «starke Frau» war schon früh zentrales Thema ihrer Arbeit, lange bevor der gesellschaftliche Diskurs dies aufgriff.
Besonders berührend waren die Einblicke in ihre Neuanfänge. Als die kräftezehrende Arbeit als Bildhauerin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war, wendete sie sich kurzerhand mit derselben Leidenschaft der Malerei und Zeichnung zu. Statt den Blick zurückzuwenden, prägte eine klare Haltung das Gespräch: den Weg immer nach vorn zu gehen. Dass diese Haltung keine leere Phrase ist, bewies sie auch mit ihren Zukunftsplänen: Mit Rollator und bald 70 Jahren zieht es die Künstlerin demnächst wieder in ihr geliebtes Namibia.
Beim anschliessenden Austausch bot sich dem Publikum die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit einer beeindruckenden Frau, die zeigt, wie man dem Wandel des Lebens mit Mut und Zuversicht begegnet.
Marianne Flück-Derendinger im Gespräch mit Anita Panzer.
